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#
команда
+/- О
1
БАВАРИЯ
+70 87
2
Боруссия Д
+38 68
3
Шальке 04
+17 61
4
Байер
+18 58
5
Вольфсбург
+17 57
6
Боруссия М
+18 55
7
Майнц 05
-3 50
#
Игрок
БЛ Все
1
Марио Манджукич
18 26
2
Томас Мюллер
14 26
3
Арьен Роббен
11 21
4
Франк Рибери
10 16
5
Марио Гётце
10 15
6
Клаудио Писарро
9 10
7
Швайнштайгер
4 8
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✰ BUNDESLIGA - Saison 1986/87 (FC Bayern München) ✰
07.09.2013, 09:02


9. August 1986, die Bundesliga startet in ihre 24. Spielzeit. 1:1 steht es im Münchner Olympia-Stadion, Dortmund ist zu Gast beim Vorjahresmeister. Und die Borussia wird in wenigen Sekunden in Führung gehen - ganz klar. Denn BVB-Stürmer Frank Mill läuft mutterseelenalleine auf das Tor zu, der Kasten von Jean-Marie Pfaff ist leer. Das muss es sein. Den Bayern-Keeper hatte er längst umkurvt, doch dann dribbelte er unschlüssig vor sich hin, bis er schließlich unbedrängt den Pfosten trifft. 

Willkommen in der Saison 1986/87, eine Spielzeit voller Kuriositäten, Rekorde und Skandale. Die Bayern ließen sich auch in der Folge nicht bezwingen - vielleicht ein kleiner Trost für Mill. Die Münchner verloren kein einziges Spiel auswärts, zu Hause mussten sie nur eine 0:3-Niederlage gegen Leverkusen einstecken. Zum Schluss wurde diese makellose Bilanz gekrönt: Sechs Punkte Vorsprung hatten sie auf Vizemeister Hamburger SV, Lothar Matthäus und Co. feierten die zehnte Meisterschaft des Klubs. Nun waren sie an Nürnberg vorbeigezogen: Rekordmeister, sie hatten es geschafft. 

Doch nicht nur für die Bayern war es nach 1974 der zweite Titel-Hattrick, auch für den Trainer. Udo Lattek hatte das Team damals wie heute zu überragender Leistung geführt. Lattek nahm seinen Hut - nach acht Meisterschaften, drei Pokalsiegen und drei internationalen Titeln mit dem FCB, Gladbach und Barcelona. Bei der Meisterfeier blieb er aber in bleibender Erinnerung: Vor lauter Freude schleuderte er seine Hose auf die Tribüne und feierte in Unterwäsche weiter. 

Trotzdem war die Stimmung in München ein wenig getrübt. Zum fünften Mal hatte der Klub das Finale des Landesmeister-Wettbewerbs erreicht. Doch in Wien reichte es nicht gegen den FC Porto, Bayern musste sich nach einem 1:2 mit Rang 2 zufrieden geben. 

Bemerkenswert war der Durchmarsch der Bayern auf jeden Fall, doch für Aufregung sorgten in der Bundesliga ganz andere. 

Abpfiff. Samstag, 21. Februar. Köln hatte wie erwartet den Sieg gegen Bochum eingefahren (1:0), nichts Besonderes. Eigentlich. Denn da konnten die Zuschauer noch nicht ahnen, dass sie gerade das Abschiedsspiel von Harald "Toni" Schumacher gesehen hatten. Zwei Tage später veröffentliche das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" erste Auszüge aus Schumachers Buch "Anpfiff". Der Torhüter behauptete, dass in der Nationalmannschaft gedopt würde - für viele ein unverzeihlicher Fehltritt. Schumachers Aus im Tor der DFB-Elf und bei den Geißböcken. Am folgenden Spieltag stand ein 19-jähriger Unbekannter namens Bodo Illgner zwischen den Pfosten. 

Stein-Schlag. Ein weiterer Keeper machte von sich reden: Uli Stein vom HSV. Unter Trainer Ernst Happel hatten sich die Hanseaten 1986/87 zur Vizemeisterschaft und zum Pokalsieg gekämpft. Nun stand das erste offizielle Spiel um den Super-Cup an. Kein Geringerer als der FC Bayern war der Gegner: Gefrustet vom zweifachen Torschützen Jürgen Wegmann verpasste der Schlussmann der "Kobra" den berühmten "Stein-Schlag" ans Kinn. Der HSV verlor 1:2, der wahre Verlierer aber war der Hamburger Torhüter: Er wechselte nach Frankfurt. 

Neuling und Tabellen-Schlusslicht Blau-Weiß Berlin stieg direkt wieder ab, doch für ihren Torjäger Karlheinz Riedle ging es steil nach oben. Vor allem Bremens Trainer Otto Rehhagel war auf ihn aufmerksam geworden und holte den Stürmer in der folgenden Saison an die Weser. 

Abwechslungsreich: Ein Kommen und Gehen gab es in dieser Saison bei den Coaches. Beim 1. FC Köln musste Georg Keßler seine Koffer packen und war damit nur einer von sechs Trainern, die die Verantwortung für die Leistung ihrer Mannschaft übernehmen mussten. Udo Klug und Gerd Schwickert wurden in Homburg gefeuert, Dietrich Weise wurde in Frankfurt von der Bank geschubst, Dieter Brei in Düsseldorf und Egon Coordes in Stuttgart. Ein schnelllebiges Geschäft. 

Und Frank Mill? Der wird noch heute bei jeder Gelegenheit auf seine Glanzleistung angesprochen. Sogar bis ins amerikanische Fernsehen hatte er es mit seinem missglückten Abschluss geschafft: In eine Pleiten-Pech-und-Pannen-Show. Anfangs hatte er noch gehofft, es würde sich bald niemand mehr daran erinnern, zumindest die Kinder in seiner Fußballschule nicht. "Die Szene könnt ihr gar nicht kennen, da gab es euch doch nicht", sagt er verwundert, falls doch mal eines von ihnen fragte. Selbstverständlich jedoch kennen auch die Kleinen die Szene längst: "Die gibt es aber im Internet."
Категория: История | Добавил: Alabasik
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