Таблицы
#
команда
+/- О
1
БАВАРИЯ
+70 87
2
Боруссия Д
+38 68
3
Шальке 04
+17 61
4
Байер
+18 58
5
Вольфсбург
+17 57
6
Боруссия М
+18 55
7
Майнц 05
-3 50
#
Игрок
БЛ Все
1
Марио Манджукич
18 26
2
Томас Мюллер
14 26
3
Арьен Роббен
11 21
4
Франк Рибери
10 16
5
Марио Гётце
10 15
6
Клаудио Писарро
9 10
7
Швайнштайгер
4 8
Лучший игрок на ЧМ 2014
е
Голосование
По вашему, кто достоин на звание лучшего футболиста Европы 2014 года?
·
Всего ответов: 276
Загрузка...

FREUNDE LINK
Статистика
Социальные сети


Профиль

Регистрация | Забыл пароль?
Навигация по сайту
Чат

Форум
Фото
Видео
Счётчик тИЦ PR
Онлайн всего: 12
Гостей: 11
Пользователей: 1
ХЕТАФЕ_ФК

✰ BUNDESLIGA - Saison 1988/89 (FC Bayern München) ✰
07.09.2013, 09:05


Die Stimmung passte ihm ganz und gar nicht. Zeit, daran etwas zu ändern. "Die Bundesliga drohte einzuschlafen. Deshalb habe ich etwas Wirbel gemacht", erklärte Christoph Daum nachher zur Spielzeit 1988/89. Mit 35 Jahren hatte Kölns Trainer damals seine Sturm-und-Drang-Zeit. 

Das "Schlafmittel", dem er den Kampf angesagt hatte, hieß FC Bayern. Verbal bekam besonders Trainer Jupp Heynckes auf die Mütze. Der FCB hatte sich wieder aufgemacht, die Meisterschale mitzunehmen und die Liga nach Belieben zu beherrschen. 

Die psychische Kriegsführung der Kölner wurde durch sportliche Leistung unterstützt. Zwar standen die Bayern - mit einer kurzen Unterbrechung durch den VfB am 10. Spieltag - seit dem 27. August an der Tabellenspitze, doch Köln kam fünf Partien vor Schluss bis auf einen Zähler an den Rekordmeister heran. Die Geißböcke hatten den BVB 2:0 geschlagen, Bayern war den Stuttgarter Kickers 0:2 unterlegen. Der FCB war ins Straucheln geraten, Daums verbale Tiefschläge zeigten Wirkung. Kostprobe gefällig? "Die Münchner Journalisten fragen mich immer nach dem Unterschied zwischen Heynckes und einem großen Trainer." Oder: "Heynckes ist ein Mann, der in letzter Minute immer das sprichwörtliche Pech hat. Warum sollte sich das jetzt ändern?" Wohl am bekanntesten ist aber folgendes Zitat: "Die Wetterkarte ist interessanter als ein Gespräch mit Jupp Heynckes." 

Überraschend souverän hatten sich die Jungs von Heynckes zunächst durch die Liga gekickt und damit die Kritiker überrascht: Lothar Matthäus, Andy Brehme, Norbert Eder, Michael Rummenigge, Jean-Marie Pfaff und Mark Hughes - alle waren weg. Die Altstars hatten große Lücken hinterlassen. Doch davon war nichts zu spüren, denn ihre jungen Nachfolger Olaf Thon, Roland Grahammer und Stefan Reuter waren ebenso erfolgreich. 

Nach der Aufholjagd der Kölner vergrößerte sich der Abstand zum Tabellenersten wieder: Köln kam am 30. Spieltag nicht über ein 2:2 gegen Hannover hinaus, die Bayern hingegen gewannen knapp gegen St. Pauli (2:1). Der Höhepunkt des verbalen Schlagabtausches war am 20. Mai erreicht, als Daum im Aktuellen Sportstudio auf Heynckes und FCB-Manager Uli Hoeneß traf. Hoeneß versicherte dem Kölner Coach, dass sein Weg am 25. Mai zu Ende sein werde - dann würden die beiden Klubs in der Liga aufeinandertreffen. 

Das sportliche Highlight stand am 31. Spieltag an: Bayern war zu Gast in Köln. Mit einem Tor auf beiden Seiten ging es zur Halbzeit in die Kabinen, dann drehte Roland Wohlfarth noch einmal auf und ließ es nach seinem ersten Treffer zwei weitere Male klingeln. 16 Wochen lang hatte er für die Münchner nicht mehr getroffen, jetzt erledigte er Köln im Alleingang. Daum ging K.o., die Bayern feierten ihren Titel. Den Geißböcken blieb nur die Vizemeisterschaft und der Trost, den "Fußballer des Jahres" in den eigenen Reihen zu haben: Der hieß Thomas Häßler. 

Daum hatte sich weit aus dem Fenster gelehnt, trotzdem lieferte seine Mannschaft die beste Leistung seit der Meisterschaft von 1978 ab. 

Besondere Unterhaltung versprach der Abstiegskampf: Der amtierende Pokalsieger Eintracht Frankfurt und UEFA-Cup Teilnehmer 1. FC Nürnberg mussten um den Klassenerhalt bangen. Am letzten Tag leistete sich der Club, der mit dem neuen Coach Hermann Gerland ins Rennen gegangen war, eine 0:1-Niederlage gegen die Stuttgarter Kickers, den direkten Konkurrenten. Frankfurt war bei Schlusslicht Hannover virtuell bereits abgestiegen, ehe Charly Körbel den Ausgleichstreffer erzielte und die Hessen mit einem 1:1 wiederbelebte. 

Vier Teams hatten am Ende 26 Punkte. Nürnberg und Bochum konnten aufgrund der besseren Tordifferenz durchatmen. Hannover hatte sich das Ticket in die Zweite Liga bereits gesichert, Schluss war außerdem für die Stuttgarter Kickers. Frankfurt konnte dem Abstieg in der Relegation gerade noch entkommen. 

Am Main ging es in dieser Spielzeit dennoch drunter und drüber: Sportlich konnte das Team an die Leistung des Vorjahres (Rang neun) nicht annähernd anknüpfen, nachdem sie Mittelfeld-Star Lajos Detari gerade an Piräus verkauft hatten - immerhin für die Rekordsumme von 17 Millionen Mark. Es kam aber noch schlimmer: Auf der Bühne schlug ein Vereinsmitglied einen Ordner vor laufenden Kameras auf der Hauptversammlung nieder. Auch der Personalverschleiß belegte, wie angeschlagen die Eintracht war: Vier Trainer (Karl-Heinz Feldkamp, Hans-Dieter Zahnleiter, Pal Csernai und Jörg Berger), drei Präsidenten (Klaus Gramlich, Joseph Wolf und Matthias Ohms) sowie zwei Manager (Wolfgang Kraus und Jürgen Friedrich) waren innerhalb einer Spielzeit am Werke. 

Positive Schlagzeilen gab es aber auch: Helmut Schulte wurde mit Aufsteiger FC St. Pauli imponierend Zehnter.
Категория: История | Добавил: Alabasik
Просмотров: 255 | Загрузок: 0 | Рейтинг: 0.0/0
Всего комментариев: 0
Добавлять комментарии могут только зарегистрированные пользователи.
[ Регистрация | Вход ]